Chronik der Städtepartnerschaft

2011: Vier Stadtratsmitglieder und ein Verwaltungsbeamter aus Harare kommen für drei Wochen zum Erfahrungsaustausch nach München. Die Mandatsträger lernen in einem umfangreichen Programm die deutschen Kommunalstrukturen und die Arbeit des Münchner Stadtrats und der Stadtverwaltung kennen und tauschen Erfahrungen im Umgang mit Verwaltung, Bürgern Aufsichtsbehörden und politischen Gegnern aus. Sie sind auch die Ehrengäste auf einem Fest des Nord-Süd-Forums am 1. April anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Partnerschaft.
In der Ausstellung „Colour Africa 2011“ im Juli in München ist zeitgenössische bildende Kunst von 25 zimbabwischen Malern zu sehen. Die Kinderkulturkarawane präsentiert ebenfalls im Juli im Gasteig das Intombi Zomqangala Tanz-Theater aus Zimbabwe.
Im Herbst des Jahres reisen zwei Münchner Experten im Rahmen des Projekts „IT-Konzept für die Stadt Harare“ zu einem 6-wöchigen Beratungseinsatz nach Harare.

2010: Auf einer Konferenz im Februar 2010 in München „Zivilgesellschaft in Harare, Kiew und München“ tauschen Bürgeraktivisten und Politiker aus den drei Partnerstädten ihre Erfahrungen über kommunalpolitisches Bürgerengagement aus.
Die beiden Stadtverwaltungen stimmen sich ab, wie die 2009 geschlossene Kooperationsvereinbarung umgesetzt werden kann. Dazu reist auch eine kleine Fachdelegation aus München mit Mitarbeitern der Stelle für internationale Angelegenheiten, der Wasserversorgung und Stadtentwässerung nach Harare. Ersatzteile für Müllfahrzeuge und Deponiemaschinen werden nach Harare gesandt. Das Frauennetzwerk „women to women“ wird gegründet. Es soll die Kommunikation und den Austausch von Frauen in Harare und München ermöglichen und unterstützen. Im Münchner Kino Maxim zeigt die Filmreihe „Live from Zimbabwe“ wesentliche Aspekte der letzten 30 Jahre Geschichte und Kultur in Zimbabwe.

2009: In Zimbabwe wird auf Druck der internationalen Gemeinschaft und unter der Moderation von Südafrika eine vorübergehende Koalitionsregierung gebildet mit Robert Mugabe als Präsident und Morgan Tsvangirai als Premierminister. Der Zimbabwe Dollar, der unvorstellbare Inflationswerte erreicht hatte, wird abgeschafft, Zahlungsmittel sind nur noch Devisen, vor allem US$ und südafrikanische Rand, was die dramatische wirtschaftliche Lage im Land etwas entlastet.
Im Oktober reist eine Stadtratsdelegation unter Leitung von Bürgermeister Monatzeder nach Harare, um sich ein Bild von der aktuellen Situation vor Ort zu machen, und um einzuschätzen, ob und in welchen Bereichen derzeit eine Kooperation mit der Stadtverwaltung Harare möglich ist. Am Ende der Reise unterzeichnen die Bürgermeister beider Städte eine Kooperationsvereinbarung, die eine Zusammenarbeit vor allem in den Bereichen Wasser, Gesundheit, Abfallwirtschaft, Wohnungsbau und Stadtratsqualifizierung vorsieht.

2008: Im März finden Wahlen in Zimbabwe statt, bei denen gleichzeitig der Präsident, das Parlament, der Senat und die Kommunalvertretungen gewählt werden sollen. Vorangegangen war eine massive Hetz- und Einschüchterungskampagne des Regimes gegen jegliche oppositionelle Bewegung mit Bespitzelungen, massive Drohungen, Erpressung, willkürlichen Verhaftungen, Entführung, Brandstiftung, Vergewaltigung, Entzug von Nahrungsmittelhilfe, Folter und Mord. Dennoch kann nicht verhindert werden, dass in Harare wieder eine überwiegende Mehrheit für die Oppositionspartei Movement for Democratic Change (MDC) stimmt und dass auch im Parlament die bisherige Regierungspartei ZANU Pf erstmals ihre Mehrheit einbüßt. Die Präsidentschaftswahlen ergeben eine knappe, aber keine absolute Mehrheit für den Oppositionskandidaten Morgan Tsvangirai und machen eine Stichwahl erforderlich. Die darauf folgende Gewaltwelle der Regierungsmilizen, die frühere Kampagnen an Brutalität noch weit übertrifft, zwingt Tsvangirai dazu, von der Stichwahl zurückzutreten, so das sich Mugabe im Juli als einziger Kandidat wieder zum Staatspräsident wählen lässt.
In Harare kann der neue Stadtrat aufgrund der Unruhen erst im Juli sein Amt antreten. Zum ersten Bürgermeister wird Muchadya Masunda gewählt, parteilos und Leiter einer sehr angesehenen Schlichtungsstelle in Harare, stellvertretender Bürgermeister wird Emmanuel Chiroto, der als MDC-Mitglied ebenfalls Opfer des Terrors wird – kurz nach seiner Wahl wird seine Frau entführt und ermordet und sein Haus abgebrannt.
Im Oktober befasst sich der Münchner Stadtrat mit der Frage, ob und wie die Städtepartnerschaft fortgeführt werden soll. Aus diesem Anlass werden auch Vertreter aus Harare nach München eingeladen, um über die aktuelle Lage in Harare zu berichten. Die sehr bewegende Rede von Bürgermeister Chiroto vor dem Münchner Stadtrat trägt dazu bei, dass sich der Stadtrat einhellig für eine Fortführung der Partnerschaft und Wiederaufnahme der Kooperationen ausspricht.
Auch der kulturelle Austausch geht weiter: Zwei junge Musik- und Tanzlehrerinnen aus Harare verbringen einige Wochen in München, um hier die Musikgruppe „Pamuzinda“ zu verstärken. In der Münchner Künstlervilla Waldberta sind zwei Schriftstellerinnen aus Harare zu Gast.
In Zimbabwe führt der wirtschaftliche Verfall und der damit verbundene Zusammenbruch der Gesundheits- und Versorgungseinrichtungen zu einer schlimmen Cholera-Epidemie. Der Münchner Stadtrat stellt im Dezember 100.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung, um Wasseraufbereitungstabletten an die Haushalte zu verteilen und Medikamente und Hygieneartikel an die städtischen Kliniken nach Harare zu senden.

2007: In Zimbabwe nimmt der Druck auf alle Regimekritiker weiter zu. In Harare ist sogar die Kirche nicht tabu – die Polizei löst gewaltsam eine Gebetsveranstaltung auf und verhaftet die Teilnehmer, was den Münchner Weihbischof zu einer Solidaritätsbekundung an seinen Kollegen in Harare veranlasst. Aus Protest gegen die Teilnahme Mugabes am EU-Afrikagipfel im Lissabon veröffentlichen die Stadt München sowie Münchner Kirchen in den portugiesischen Zeitungen die „Münchner Erklärung zur Lage in Zimbabwe“. Münchner Bürgergruppen reisen sogar zur Protestkundgebung nach Lissabon.
Zwei Mitarbeiter der Bürgerbewegung in Harare kommen für einen dreimonatigen Praktikantenaufenthalt zum Thema Bürgerengagement und Stadtökologie nach München. Ein Münchner Praktikant arbeitet im Gegenzug in Harare in einen sozialen Projekt mit. Der zimbabwische Fotograf Calvin Dondo setzt mit Jugendlichen aus Harare und München das Fotoprojekt „You and me“ um.

2006: Der 10. Jahrestag der Städtepartnerschaft wird auf dem Münchner Marienplatz mit einer großen Geburtstagstorte, mit Solidaritätsgrüßen und Spendensammlungen für Harare begangen.
Im Schwabinger Krankenhaus zeigt und verkauft die Galerie „Little Zim“ zimbabwische Steinskulpturen und spendet den Erlös an die Partnerprojekte des „München für Harare e.V. Drei Nachwuchskräfte aus dem Partnerprojekt „Glen Forest Development Centre“ absolvieren für zwei Monate Praktika in Münchner Betrieben in den Bereichen Landbau, Fahrradreparatur und Kinderbetreuung. Unter der Federführung des Nord-Süd-Forum München e.V. entsteht die Ausstellung „Zimbabwe mit spitzer Feder“ mit politischen Karrikaturen. In einem Round-Table Gespräch „(Über-)Leben in Diktaturen“ tauschen Menschenrechtsaktivisten aus Zimbabwe und der Diaspora-Zimbabwe-Gemeinde aus London, in Deutschland lebende Flüchtlinge aus dem nahen Osten und Akteure der Friedensbewegung der Ex-DDR ihre Erfahrungen aus.

2005: Die Parlamentswahlen in Zimbabwe ergeben eine Zwei-Drittel-Mehrheit für die Regierungspartei ZANU-Pf. Die Wahlen selbst verlaufen friedlich, allerdings werden sie aufgrund der Vorfälle im Vorfeld von westlichen Beobachtern als nicht frei und fair einschätzt. Durch die Abrissaktion „Murambatsvina“, mit der angeblich illegale Bauten beseitigt werden sollen, werden allein in Harare 800.000 Menschen obdachlos oder verlieren ihre Einkommensmöglichkeit. Die Oppositionspartei MDC ist heillos zerstritten – äußerer Auslöser war die Frage, ob die Wahlen zu einem von der Regierung neu gegründeten Senat boykottiert werden sollen.
Die aktiven Bürgergruppen in München vernetzen ihre Menschenrechtsarbeit zunehmend mit anderen überregionalen Organisationen und mit zimbabwischen Exilgruppen. Die erste gemeinsame Veranstaltung ist eine Kundgebung zum Tag der Menschenrechte in Berlin. Im Rahmen des Weltjugendtags sind zwanzig Jugendliche aus Harare auf Einladung der katholischen Jugend in München zu Gast.

2004: Bürgermeister Mudzuri wird endgültig seines Amtes enthoben. Ein Teil der Stadträte ist ebenfalls suspendiert oder abgesetzt worden, andere legen aus Protest gegen die Gängelungen der Regierung ihr Amt nieder. Die verbliebenen wechseln zur Regierungspartei. Mudzuri besucht München, Berlin, London und die UN in New York, um über die problematische Entwicklung in seinem Land zu informieren.
In München wird das deutsche Büro von ESS (Ecumenical Support Services) eingerichtet, das kirchliche Solidaritäts- und Menschenrechtsarbeit mit Zimbabwe anregen und vernetzen soll. Die Stadt München berät sich mit in Harare ansässigen Entwicklungsorganisationen, mit der deutschen Botschaft  und mit diversen „Schlüsselpersonen“ zur Städtepartnerschaft (dem ehemaligen Oberbürgermeister von Harare, dem Vorsitzenden der Bürgervertretung, der zimbabwischen Botschafterin, dem Leiter von ESS Harare, dem neuen Bischof von Harare) über das weitere Vorgehen. Das Kulturreferat präsentiert zum Jahreswechsel in der Pasinger Fabrik das Kulturprogramm „Legacy: Einblicke in Kunst und kulturelles Erbe Zimbabwe“.

2003: Eine Münchner Stadtratsdelegation reist unter Leitung von Bürgermeister Monatzeder nach Harare. Direkt nach einem Empfang der Delegation wird Oberbürgermeister Mudzuri wegen „Unfähigkeit und Ungehorsam“ vom Dienst suspendiert und muss untertauchen, um einer Verhaftung zu entgehen. Kommissarische Leiterin wird die stellvertretende Bürgermeisterin, die zwar als Kandidatin der MDC gewählt wurde, später aber zur Regierungspartei ZANU-Pf wechselt. Der Münchner Stadtrat beschließt, die Kooperationen zwischen den Stadtverwaltungen wieder einzufrieren. Die Aktivitäten auf bürgerschaftlicher Ebene laufen weiter: Praktikanten aus Harare kommen nach München, in Diskussionsveranstaltungen und Gesprächen wird über die politische Lange im Zimbabwe informiert und werden Unterstützungsmöglichkeiten der demokratischen Kräfte in Harare erörtert.
Die wirtschaftliche Lage in Zimbabwe spitzt sich weiter zu. Die Inflation liegt bei 600 Prozent. Eine Hungersnot breitet sich aus – zurückzuführen auf die vorangegangene Dürre, aber auch auf Produktionsausfälle durch die Farmenteignungen.

2002: Die Bürgervereinigung von Harare erzwingt gerichtlich Kommunalwahlen. Dabei geht die Oppositionspartei MDC als deutlicher Sieger hervor, sie stellt den Oberbürgermeister und 44 von 45 Stadträten. Der Münchner Stadtrat beschließt daraufhin, die politischen Kontakte wieder aufzunehmen. Oberbürgermeister Elias Mudzuri besucht München, Kooperationsvereinbarungen werden ausgearbeitet. Das Münchner Kulturreferat ist wieder auf der Buchmesse in Harare vertreten. Eine Kooperation zur Unterstützung des Umweltcenters „Mukuvisi Woodlands“ in Harare läuft an. Der zweite Teil des Workshops „Demokratieförderung“ mit Bürgergruppen aus Harare findet in München statt.

2001: Bei der Münchner Bevölkerung werden 34.000 Sonnenfinsternis-Brillen gesammelt und als Spende nach Harare gesandt, wo einige Monate später ebenfalls eine Sonnenfinsternis stattfindet. Die Stadt München finanziert die Stelle eines Koordinators für die bürgerschaftlichen Aktivitäten im Rahmen der Städtepartnerschaft. Weiter beschließt der Münchner Stadtrat die Unterstützung das Aids-Waisenprojekt „Mashamanbazou“ mit ca. 16.000 DM. Der „München für Harare e.V.“ stellt Dauer-Spendenboxen am Flughafen München auf. In Harare findet ein Workshop zum Thema „Demokratieförderung“ mit Bürgergruppen beider Städte statt.

2000: Auf der internationalen Buchmesse in Harare wird die Fotoausstellung „Africa in Munich“ gezeigt. In der Münchner Rathausgalerie findet die Ausstellung „colour africa. zeitgenössische malerei aus zimbabwe“ viel Aufmerksamkeit. Lehrkräfte und junge Schreiner aus Harare besuchen ihre Kollegen in München. Der „München für Harare e.V.“ nimmt ca. 40.000 DM Spenden ein, die dem Schul- und Ausbildungsprojekt „Glen Forest“ zugute kommen.
Der Münchner Stadtrat beschließt das weitere Einfrieren der Beziehungen und stattdessen eine Stärkung der bürgerschaftlichen Kontakte zwischen München und Harare. OB Ude fordert den zimbabwischen Präsidenten Mugabe auf, baldmöglichst Stadtratswahlen in Zimbabwe abzuhalten. In Zimbabwe kommt es im Vorfeld der Parlamentswahlen zu Ausschreitungen und Gewalttaten. Das amtliche Ergebnis der Wahlen ergibt eine knappe Mehrheit der Regierungspartei. Aufgrund der Einschüchterungen im Vorfeld und Unstimmigkeiten bei der Auszählung werden die Wahlen in weiten Kreisen nicht als frei und fair bezeichnet.

1999: Ein Münchner Akademie-Professor führt in einer Galerie in Harare Workshops für junge zimbabwische Maler durch. Auf der Buch-Messe in Harare bietet eine Münchner Kinderbuch-Illustratorin Workshops für Kinder und Lehrer an. München unterstützt mit Sachspenden die Zimbabwe-German-Society bei der Veranstaltung eines Oktoberfests in Harare. Eine Gruppe Münchner Lehrer reist zur Vorbereitung von Schulpartnerschaften nach Harare. Betreut durch das Sozialreferat beginnt ein Fachkräfte-Austausch zwischen Ausbildungsschreinereien beider Städte.
In Harare werden im März 1999 der regierende Bürgermeister und der gesamte Stadtrat
werden vom Ministerium für lokale Angelegenheiten abgesetzt und durch eine Regierungskommission ersetzt. Die Stadt München stellt die Kontakte zur politischen Ebene in Harare aus Protest gegen diese undemokratische Absetzung und gegen die Menschenrechtsverletzungen in Zimbabwe ein. In Zimbabwe wird die erste ernst zu nehmende Oppositionspartei Zimbabwes seit der Unabhängigkeit „Movement for democratic Change“ gegründet.

1998: Eine Fotoinstallation Münchner Fotografen auf öffentlichen Plätzen in Harare findet dort viel Aufmerksamkeit. Das Kulturreferat sammelt Tausende von Kinderbüchern als Spende für Bibliotheken in Harare. Ein Internet-Projekt für Jugendliche beider Städte beginnt. In München entsteht die Mappe „Wenn Armut kein Schicksal ist“ mit Bilder und Texten aus München, Harare und Cajamarca (Peru) als Unterrichtsmaterial für Schulen. Der „München für Harare e.V.“, ein Verein zur Förderung von Projekten für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche in Harare, wird ins Leben gerufen. Gründungsmitglieder sind Münchner Stadträte, das Nord-Süd-Forum München e.V. und die Stadtsparkasse München. Bürgermeister Hep Monatzeder wird erster Vorsitzender.
In Zimbabwe beginnt die umstrittene Landreform, erste Farmen werden enteignet. Demonstrationen werden gewaltsam niedergeschlagen. Die Regierung geht gewaltsam gegen kritische Journalisten und friedliche Demonstranten vor, die gegen die hohen Lebensmittelpreise protestieren.

1997: Mit einem Schauspielerworkshop in Harare und einem gemeinsamen Tanzprojekt wird der Kulturaustausch fortgeführt. In Münchens Künstlervilla Waldberta wird von nun an jährlich auch ein zimbabwischer Künstler eingeladen. Auf dem Münchner Messegelände findet eine Ausstellung  zimbabwischer Steinskulpturen viel Beachtung. Dank einer Spende der Stadtsparkasse München in Höhe von 100.000 DM kann eine intensive Kooperation im Sozialbereich eingeleitet werden, Schwerpunkt ist dabei ein Austauschprogramm zwischen Jugend-Ausbildungsstätten im Schneiderhandwerk. Zwei von der Stadt München gespendete Müllfahrzeuge werden nach Harare verschifft. Im Bauch der Fahrzeuge befinden sich vierzig von Münchner Bürgerinnen und Bürgern gespendete Nähmaschinen für eine Ausbildungsschneiderei in Harare. Das Münchner Nord-Süd-Forum vermittelt erstmals Workcamp-Aufenthalte für Münchner in Zimbabwe.

1996: Am 1. April unterzeichen Oberbürgermeister Christian Ude und sein zimbabwischer Amtskollege in Harare die Partnerschaftsurkunden. OB Ude wird begleitet von einer Münchner Wirtschaftsdelegation. Auch eine Gruppe der Katholischen Jugend München Giesing, deren Reise der Auftakt zu einem dreijährigen Jugendaustausch-Programm ist, nimmt an der Urkundenunterzeichnung teil. Anschließend beginnt ein intensives Austausch-Programm sowohl zwischen den Stadtverwaltungen als auch auf bürgerschaftlicher Ebene: Mit einem großen Kulturprogramm „Mawuya Africa – willkommen Afrika“ wird die neue Partnerstadt in München vorgestellt. In Harare präsentiert sich München mit einer Fotoausstellung sowie erstmals mit einem Stand auf der Internationalen Buchmesse. 48 Münchner Künstlerinnen und Künstler spenden eines ihrer Werke für die Ausstellung „Sincerely Yours“, die als Geschenk nach Harare geht und dort in der National Galerie gezeigt wird. Ein Know-how-Austausch im Bereich Abfallwirtschaft, Wasserversorgung und Umweltschutz beginnt. Die Münchner Schusterinnung spendet Schuhmacherwerkzeug und -maschinen für ein Ausbildungszentrum, die Firma Siemens Solar eine Solaranlage für ein Krankenhaus in Harare. Kontakte zwischen Schulen beider Städte werden hergestellt.

1995: Die Vorbereitungen zur Vereinbarung der Städtepartnerschaft laufen: Die Stadträte beider Städte bekunden (jeweils einstimmig) ihren Wunsch zum Abschluss der Partnerschaft. Der Oberbürgermeister von Harare besucht München. Eine Münchner Delegation reist unter Leitung von Bürgermeisterin Sabine Csampai nach Harare, um Kooperationsmöglichkeiten zu sondieren. Die Stadt Harare ist mit einem Stand auf der Münchner „Heim und Handwerk“ vertreten.