Frauenkirche in MünchenStraßenzug in Harare

Das offizielle Standbein

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Die Städtepartnerschaft wurde 1996 offiziell besiegelt. In den ersten Jahren der Zusammenarbeit entwickelten Mitarbeiter verschiedener Dienststellen aus München und Harare diverse Kooperationsprojekte. Der Fokus der Arbeit lag dabei auf kommunale Wasserversorgung, Jugendarbeit, Kulturaustausch und Schulpartnerschaften.

Aufgrund der sich zuspitzenden politischen Situation in Simbabwe sind die formellen Beziehungen zwischen den beiden Städten von 1999 – 2008 immer schwieriger geworden. Gemeinsame Projekte waren kaum noch möglich, da sich die simbabwische Regierung massiv in die kommunalen Angelegenheiten Harares einmischte. Eine Zusammenarbeit mit dem Regime Robert Mugabes, das durch massive Menschenrechtsverletzungen und brutale Unterdrückung der Bevölkerung von sich Reden macht, ist von Münchner Seite nicht erwünscht. Der Stadtrat in München hat sich trotz der schwierigen Lage dafür ausgesprochen, die Städtepartnerschaft aufrecht zu erhalten, um die Menschen in Harare, die sehr unter der politischen Unterdrückung und wirtschaftlichen Lage leiden, nicht im Stich zu lassen.

Erst nachdem sich im Jahr 2009 mit der Etablierung einer Koalitionsregierung die Situation etwas entspannt hatte, erschien eine konkrete Fortführung der Zusammenarbeit zwischen den Stadtverwaltungen denkbar. Im Oktober desselben Jahres unterzeichneten schließlich die Bürgermeister beider Städte eine Kooperationsvereinbarung über gegenseitige Zusammenarbeit. Als Handlungsfelder sind genannt: Gesundheitswesen, Wasserversorgung und Entwässerung, Abfallwirtschaft, Informationstechnologie, Energiegewinnung und Klimaschutz, Wohnungsbau, Stadtratsarbeit als auch Nothilfeaktionen.

Ein weiterer wichtiger Punkt der Städtepartnerschaft ist die Stärkung der demokratischen Kräfte in Harare und die Unterstützung von Hilfsprojekten durch den München für Harare e.V..

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