Frauenkirche in MünchenStraßenzug in Harare

Zambuko House

Ein Junge mag vor Misshandlungen von zu Hause davon gelaufen sein, seine Eltern sind verstorben oder wurde rausgeworfen – es gibt viele Gründe weshalb Kinder die Straße als Zufluchtsort wählen. Dieser Situation hat sich das Zambuko House (Haus des Übergangs) angenommen. Es hilft ihnen Fuß zu fassen und sich wieder in ihre Familien und die Gesellschaft zu integrieren.

Das Auffang- und Rehabilitationszentrum für Jungen im Stadtteil Hatfield in Harare wurde 1994 aufgebaut. Es bietet den Straßenjungen Obdach für eine bestimmte Zeit. Dort erhalten sie die Chance, in einer familienähnlichen Umgebung ihre Fähigkeiten zu entwicklen und Solidarität und Zusammenhalt zu lernen.  Sie erhalten die Möglichkeit sich beruflich oder schulisch weiterzuentwickeln. Sie können das Haus aber auch sporadisch aufsuchen für Körperpflege, eine warme Mahlzeit und zur medizinischen und psychologischen Betreuung. Ziel ist bei beiden Ansätzen die Kinder und Jugendlichen zu selbständigen und verantwortungsbewussten Menschen zu erziehen und ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Das Zambuko House ist gerade für ältere Jugendliche und junge Erwachsene, die von anderen Waiseneinrichtungen nicht mehr gefördert werden, eine wichtige Anlaufstelle.

In der Regel bleiben die Jungen bis zu eineinhalb Jahren im Zambuko House. In dieser Zeit versucht die Sozialarbeiterin in mühevollen, kleinen Schritten die Persönlichkeit der ehemaligen – durch Missbrauch, Gewalt oder Prostitution traumatisierten – Straßenkinder zu stärken. Mit ihnen und ihren Familien wird eine neue Lebensperspektive erarbeitet. Viele können so wieder zu ihren Familien oder entfernteren Verwandten zurückkehren. Ein Teil der älteren Jugendlichen entscheidet sich auch für ein selbständiges Leben. Während ihres Aufenthaltes ist die Einbeziehung der Jungen in allen anfallenden Arbeiten der täglichen Versorgung sowie der Produktion im Garten- und Feldbau ein Schwerpunkt der Arbeit im Zambuko House. Neben dem Aspekt einer sinnvollen Beschäftigung geht es hier auch um die Vermittlung von Basiskompetenzen für das Leben nach dem Aufenthalt im Projekt sowie um das Erleben von wechselseitiger Wertschätzung.

weitere Informationen:

Projektbetreuung: Stefanie Bessler
BDKJ in der Region München
Preysingstr. 93
81667 München

www.bdkj-muenchen.de
www.brot-statt-boeller.de

Ebenfalls seit 2002 besteht für das “Zambuko House” im Rahmen der Städtepartnerschaft München-Harare und “Brot statt Böller” seitens des BDKJ in der Region München eine Projektpartnerschaft für das „Zambuko House“.